Montag, 29. September 2008

Der "Besuch" des Victoria and Albert Museums

Nachdem ich Samstag, wie vorgenommen, Notebook gesehen hab, hab ich mich mit Maria in Kingston getroffen. Der Film war wunderschön, traurig, süß und mit teilweise überraschendem Ende ohne Happy End. In der Stadt waren wir dann shoppen und haben uns Dinge gekauft, die "man noch gebrauchen könnte", jetzt bin ich stolze Besitzerin eines extrem schönen Bademantels (für 6 Pfund^^), habe wundervolle Socken mit Gumminoppen für kalte Tage und noch weitere tolle Sachen. :) Und dann hab ich mir auch endlich eine Häkelnadel inklusive schöner Wolle gekauft. Nach dem ich das große Hindernis am nächsten Morgen überwunden hatte, den Anfang des Wollknäuels zu finden (das kleine Mädchen aus der Großstadt lässt grüßen...) hab ich gleich angefangen das gute Zeug in Luftmaschen umzuwandeln. Macht extrem Spaß, auch wenn ihr das jetzt sicher nicht alle glaubt :P

Nach meiner Handarbeitssession hab ich mich dann Sonntag gegen 12 wieder mit Maria getroffen, wir hatten uns einiges vorgenommen: Der eigentliche Anlass des Londonbesuchs sollte ein Besuch im Victoria and Albert Museum sein, wo man moderne Kunst bestaunen konnte. Zuvor wollten wir aber noch durch Notting Hill, dann einige Straßenzüge der Reichen erkunden (Soane Street, King's Road) um uns dann dem kulturellen Teil des Programmes zu widmen. Bis Notting Hill hats auch ganz gut geklappt :D Wir laufen so durch die Straßen, bewundern die Häuser, erkunden einige niedliche Läden und ... treffen doch tatsächlich eine ehemalige Schulkameradin von Maria, die ebenfalls Au-Pair in London ist. Ist das nicht verrückt? Da läuft man durch Notting Hill, geht Seitenstraßen entlang, ist kurz davor einen Laden zu betreten und... sieht ernsthaft eine Bekannte aus der gleichen Schule. Die Franzosen würden es wohl mit "Boff" ausdrücken. Hätten sie sich vor dem Buckingham Palace getroffen, wäre das ja noch... iiiirgendwie nachvollziehbar. Aber dort... uns viel erstmal gar nichts mehr ein. Hehe.

Aber in dem Viertel haben wir nicht nur alte Bekannte wieder getroffen, sondern auch einen kleinen süßen Pub gefunden, in dem wir dann Fisch&Chips essen wollten, da wir beide es seit unserer Ankunft noch nicht aßen. Ein bisschen traditionell soll es ja auch zugehen. Wir gingen aber erstmal weiter und Maria schlug vor durch Kensington Gardens zu dem Museum zu gehen. Die Gartenanlage war wunderschön, englischer Rasen weit und breit, in der Mitte Kensington Palace (Prinzessin Diana lebte wohl mal dort) und ein wunderschöner See. Die Enttäuschung als wir den Palace sahen (er war nicht sehr groß, alt oder schön, Eintritt war überteuert und wir sahen ihn so nur von außen), wurde mit einem langen Aufenthalt auf der Wiese vor dem See kompensiert. Das Wetter lud sozusagen direkt ein, ein bisschen vor dem Wasser zu relaxen. Es war extrem schön. Maria hatte noch eine kleine Packung Cookies und Chips mit, was wir als unser Lunch deklarierten und so picknickten wir in der Sonne. Toll :)

Nach 1-2 Stunden gingen wir dann weiter, nahmen natürlich den falschen Weg und kamen am anderen Ende des Gartens heraus. Weil wir nicht noch einmal zurück gehen wollten entschieden wir uns die Museumstour auf ein böses, regnerisches Wochenende zu verschieben (man sagt ja, es solle genug davon geben) und so genossen wir unsere Zeit unter freiem Himmel. Die beiden Straßenzüge mit den Designergeschäften (Prada, Channel, Louis Vuitton, Tiffany's, ...) waren unser nächstes Ziel und bekamen unsere erstaunten Augen zu sehen. Als wir durch das Getümmel gelaufen waren, machten dann unsere Mägen auf sich aufmerksam und wir beschlossen, wieder den Pub in Notting Hill ausfindig zu machen. Irgendwann, nach etlichen Malen Umsteigen in der Tube kamen wir dann an und wir stießen vor eine kleine Hürde. Wenn man in einem Pub sitzt, kommt dann eine Bedienung oder muss man selbst an die Theke gehen? Während wir uns darüber wunderten, fiel uns auf, dass die Briten tatsächlich schon ab um 5 Alkohol trinken (als wir auf unser Essen warteten war es gegen 7, da wurden schon die ersten harten Cocktails geordert). Wahrscheinlich ist das so, weil die Pubs bis 11 oder 12 nur aufhaben. Wer weiß... Wir fanden dann zumindest heraus, dass kein Kellner unsere Bestellung aufnehmen wollte und der Barman hinter dem Tresen kam 10 Minuten nachdem wir sagten, was wir wollen erst zu uns, weil er vergessen hatte, was wir wollen. Irgendwie dauert ja alles doppelt so lang, wenn man Hunger hat, ne?! Als dann endlich unsere Kartoffelecken serviert wurden, waren wir froh und lecker waren sie auch noch. Nach einem kurzen Abstecher in Café Nero machten wir uns dann auf den Heimweg, denn der Tag zehrte doch ganz schön an unseren Kräften. Eigentlich haben wir uns zwischendurch noch vorgenommen, King's Cross zu sehen, der berühmte Harry Potter Bahnhof, aber irgendwie waren wir dann doch zu müde. So kamen wir jeweils gegen halb 9 zu Hause an und ich war so k.o. das ich gleich einschlief und nicht mal mehr Ebengeschriebenes eintippen konnte. Aber dazu hat man ja Mittagspausen :)

Heute Mittag aß ich wieder alleine mit den Großeltern, die übrigens morgen früh fahren. Als sie mir auf Englisch sagen wollten, wann Michael wieder kommt, hab ichs nicht so ganz verstanden und hab es dann sicherheitshalber auf italienisch wiederholt. Mensch, da haben sie sich ja gefreut wie die Schneekönige, als ich sozusagen meinen ersten italienischen Satz rausgebracht hab.^^ Mittlerweile kann ich sogar von mir behaupten, dass ich zumindest verstehe, um was es im Gespräch geht, wenn sie in ihrer Muttersprache reden. Aber eigentlich wollt ich ja Englisch lernen...

Übrigens... fantastisch. Ich hab ja jetzt alle Unterlagen für mein Bankkonto, die Zeit mit Lloyds TSB hat begonnen. Heute bekomme ich Post, da schicken die mir ein Check-Heft. Hmm... brauch ich unbedingt. Jetzt kann ich zumindest von mir sagen, dass ich Checks ausfüllen könnte. ^^ Ein Käse...

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