Dienstag, 23. September 2008

Nichts ist unmöglich- Toyota

Nichts ist unmöglich, man mag es kaum glauben. Doch schon angesichts der Tatsache, dass ich seit meiner Ankunft in England noch kein einziges Mal Tee getrunken hab, sollte folgende Info kaum Überraschung hervorrufen: Ich habe ein Bankkonto!

Ohne einen Beweis meines Wohnsitzes zu fordern, begann die freundliche Frau der Lloyds TSB Bank sofort mit der Kontrolle meiner persönlichen Daten, der Einstellung Art des Kontos etc. Unkompliziert, zuverlässig, einfach, schnell. Nach 20 Minuten Aufenthalt wurde mir versichert, dass ich sowohl PIN als auch Karte in den nächsten Werktagen zugeschickt bekomme. Es geht eben auch anders! Wunderbar.

Außerdem wurde ich heute sozusagen zur stellvertretenden Klassensprecherin meiner Sprachschulklasse ernannt. Herrjemine, als hätte ich Ahnung von sowas. Die erste wollte diesen Posten unbedingt, ich hab mich bei ihrer Bestimmung vorsichtshalber weggedreht, nicht dass die Lehrerin auf dumme Gedanken kommt. Hat dann aber wohl nicht viel genützt und ich werde jetzt irgendwie damit zu recht kommen^^ Schon komisch, da denkt man, dass man in seiner schulischen Laufbahn diese Verantwortung (naja ok man sollte es nicht dramatisieren...) nie tragen musste, macht brav sein Abi und kriegts dann doch noch aufgedrückt. Sozusagen auf den letzten Drücker, hehe.

Und damit wir auch den zweiten Teil meines heutigen Titels ausschöpfen, bleibt zu sagen, dass ich bei der Fahrt zur Schule von Guilia und Clara heute morgen (mit dem Toyota) den ersten Smart Roadster auf britischen Straßen gesehen hab. Eine schwarze Schönheit mit gelbem Nummernschild. :)

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Desweitern möchte ich euch noch einige interessante Dinge definitiv nicht vorenthalten, die wieder in die Kategorie Crazy Britains fallen. Nur zwei kleine, süße und aufschlussreiche Links, die die deutsch-englische Verbindung auf ungeahnten Wegen zeigt:

- Erstens wären da deutsche Ausdrücke zu erwähnen, die im Englischen übernommen wurden. Ja, jetzt schreien wieder alle, dass man mittlerweile weiß, dass Poltergeist, Blitzkrieg, Leitmotiv (auch leitmotif), Bratwurst oder Kindergarten keine Seltenheiten in der englischen Konversation sind. Aber wie steht es mit "Fahrvergnügen", "Kaffeeklatsch", "Sturm und Drang", "Ostalgie", "Entscheidungsproblem", "Wahlverwandtschaft" oder "Verfremdungseffekt"?! Ganz amüsant ist vielleicht auch die Herkunft des Wortes "Schlagermusik", vom Englischen HIT, was ja bekanntlich soviel wie "schlagen" heißt, direkt übersetzt und übernommen. Nun nutzen die Briten das Wort "Schlager" für Volksmusik. Da hätte man es aber auch einfacher haben können.

Den Link zu all diesen und noch unzähligen weiteren Wörtern gibts natürlich auch: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_German_expressions_in_English Was wäre die Welt ohne Wikipedia?! ;)

- Zweitens eine Tatsache, die mir bisher nie auffiel. In der Geschichte gab es einmal einen Prince of Wales, Edward of Woodstock, bekannt als "Der schwarze Prinz", der um 1330 geboren wurde. Dieser kämpfte in jungen Jahren in einer Schlacht, in der der König "Johann der Blinde" starb, welcher damals den Inbegriff ritterlicher Tapferkeit verkörperte. In Andenken an diesen bedeutenden Mann übernahm Edward den Spruch, der auf Johanns Helm stand, in sein Wappen. Das deutsche "Ich dien" (übersetzt "I serve") steht heute noch mitsamt den restlichen Teilen des Wappens auf jedem 2 Pence Stück. Welch Relikt!

Und dazu auch ein Link zu einem Bildchen, damit ihr mir auch glaubt und mich nicht für komplett abgedreht verkauft ;) http://www.ukcoinpics.co.uk/dec/02/2_92r.jpg

Und um nun zum dritten Teil meines Blogtitels zu kommen: Was jetzt folgt ist "nichts".

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