Montag, 5. Januar 2009

Neues Jahr, neues Glück

Puh, an alle daheim, die es noch nicht wissen: ich bin wieder auf britischem Boden gelandet. Zwar mit 8 Stunden Verspätung aber besser spät als nie. An der gesamten Odyssee werde ich mich gleich noch genauer auslassen. Erstmal möchte ich aber erwähnen, dass ich die 2 Wochen Deutschland, oder besser gesagt Heimat, wunderbar fand und möchte allen danken, die maßgeblich dazu beigetragen haben. (Also ihr wisst schon: "Ohne meine Familie wäre ich nie soweit gekommen und würde nicht stehen, wo ich heute stehe. Und besonderen Dank gilt natürlich auch meinem Produzenten und meinen zahlreichen Fans. Ihr seid die Besten!")
Nee, aber mal so ganz ernsthaft gesehen fand ichs wirklich genial, dass (fast) alles noch so geblieben ist, wie es bei meinem Abschied war und dass sich auch die meisten Menschen so wenig verändert haben und noch die Alten sind. Schön!
My home is my castle!
Na ja, aber auch die schönsten Zeiten neigen sich dem Ende entgegen und ich denke, es ist recht irrelevant, Details zu schildern. Zum Einen gehört es nicht zu meinem Alltag und meiner Arbeit als Au-Pair (wofür der Blog ja nun gedacht ist) und Zweitens bleiben die schönsten Momente eh in meinem Gedächtnis hängen und würden vielleicht nur unnötig "zerschrieben" werden ;)

Auf jeden Fall bin ich dann Sonntag Morgen, am 4. Januar 2009, zeitig aufgestanden, hab meinen gepackten Koffer geschnappt und hab mich samt Mama und Papa ins Auto gesetzt, damit wir rechtzeitig zum Altenburger Flughafen kamen. Der plötzliche Schnee hat uns schon alle überrascht und so dauerte die Fahrt auch etwas länger als erwartet, aber wir kamen dennoch pünktlich am Flugplatz (ja, Flughafen ist wohl annähernd übertrieben) an. Ich bin eingecheckt, und hab gewartet, dass das Boarden losgeht und das Flugzeug um 10:15 Uhr abhebt. Zu besagter Zeit fand ich mich aber immer noch in der Wartehalle wieder, durch deren Lautsprecher einige Minuten später folgende Durchsage kam: "Sehr geehrte Fluggäste, durch die Wetterbedingungen ist es leider nicht möglich, dass ihr Flugzeug in Altenburg landet. Es wurde nach Berlin Schönefeld umgeleitet, wohin sie mit Bussen gebracht werden. Wir bitten vielmals um Entschuldigung für aufgetretene Probleme." (Diktiergerät hat mir leider in dem Moment gefehlt, deswegen ist mit Ausdrucksveränderungen zu rechnen...)
Na gut, grandios. Schnee und Flugzeug scheint nicht zu gehen, dann eben ab nach Berlin. Als ich das gehört hab, konnt ich mich irgendwie nicht mehr zusammen reißen und war so glücklich, dass meine ELtern noch draußen standen, die mich dann gleich in Empfang genommen haben. Mit ihnen zusammen vergingen dann nochmal fast genau 2 Stunden, eh ich in einem der 3 Busse gen Berlin saß und 4 Stunden Fahrt vor mir hatte. Glücklicherweise saß ich neben 2 fast gleichaltrigen Mädels, die eine ebenfalls Au-Pair und wir haben uns gegenseitig von der Misere abgelenkt. Den ganzen Weg über bis zum Ausgang in Stansted haben wir zusammen gemeistert und es war eine ungemeine Hilfe, nicht so sehr an den vergangenen Abschied und alles, was man zurücklässt, zu denken. Ja, 18 Uhr ging dann der Flieger in Berlin, 20 Uhr hab ich einen Bus ins innere Londons bekommen und viertel 11 war ich dann endlich in meinem Zimmer. Grandiose 8 Stunden Verspätung! Aber ich bin ja schon froh, dass ich überhaupt ankam. Nicht um des Fernwehs Willen, weiß Gott nicht. Aber einfach, damit die Tour ein Ende hat.

Und heute morgen konnte ich dann sogar noch ausschlafen, weil Giulias Schule erst halb 11 anfing und Clara noch Ferien hat. Clara war ganz überrascht, als sie mich dann morgens beim Zähneputzen sah, sie hatte erst einen Tag später mit mir gerechnet. Und was seh ich, als sie mich angrinst? Ihr fehlen 2 Zähne! :D süüüß.
So verlief der Tag dann heute ganz gut denke ich. Clara hatte um 2 eine Party, Geburtstagsparty einer Klassenkameradin. Total übertrieben wird das da aufgezogen und man bestellt sogar einen Entertainer für 250 Pfund/Stunde für die Kinder. Meine Güte, sie sind 4 Jahre alt... als würden sie sowas schon fassen können. Clara konnte sich am Abendbrottisch kaum noch erinnern.

Na gut, ich denke ich werde damit das jetzt beenden, bin auch müde. Ich grüße alle zu Hause ganz lieb und kann nur hoffen, dass die nächsten Monate so schnell vergehen, dass ich ganz schnell wieder Raudas Ortseingangsschild sehe. :D Aber ich glaub jetzt sollte ich mich mehr darauf konzentrieren, dass ich die Zeit hier noch ordentlich genießen kann, damit ich dann rundum glücklich ins Studentenleben starten kann. Puh, nachdem ich jetzt noch meinen Neujahrsvorsatz ausgeplaudert hab, geh ich echt. :)

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